4550 Fahrgäste auf der Linie 223

Weser-Kurier online vom 11.12.2017

Text und Bild

Jochen Brünner

Die Linie 223 des Bürgerbusvereins Ganderkesee im ersten Jahr ihres Bestehens etwa 4550 Fahrgäste befördert. Damit der der Vereinsvorstand zufrieden, sieht Potenzial für mehr.

Die Linie 223 des Bürgerbusvereins Ganderkesee im ersten Jahr ihres Bestehens etwa 4550 Fahrgäste befördert. Damit der der Vereinsvorstand zufrieden, sieht Potenzial für mehr.

Ganderkesee. An diesem Dienstag, 12. Dezember, feiert die Bürgerbus-Linie 223 ihren ersten Geburtstag. Rolf Kuhlmann, zweiter Vorsitzender des Bürgerbusvereins, ist mit der Resonanz der Fahrgäste durchaus zufrieden: „Wir hatten im ersten Jahr 4550 Fahrgäste. Wir haben mit 350 Passagieren angefangen, und im November haben wir 630 Menschen befördert, wobei über das Jahr ein stetiger Anstieg zu beobachten war“, erklärt Kuhlmann. Mittelfristig sieht er auf der Linie ein Potenzial von 8000 bis 9000 Fahrgästen jährlich.

Im Jahresrückblick freut sich der Vorstand auch über das große Vertrauen, das der Bürgerbus in der Bevölkerung genieße. „Selbst die beiden Unfälle im Frühjahr haben für keinerlei Knick in den Fahrgastzahlen gesorgt“, sagt er. Hinsichtlich des anstehenden Betreiberwechsels des Linienbündels „Oldenburg-Nord“ von Weser-Ems-Bus zum Delmenhorster Busunternehmen Hutfilter (wir berichteten) hat Kuhlmann keine Bedenken: „Es gibt überhaupt keine Gründe, warum Hutfilter uns Probleme machen sollte. Der Bürgerbus ist in der Ausschreibung fest verankert gewesen und war nicht verhandelbar. Wir haben ein wunderbares Netz, und der Bürgerbus ist inzwischen so etabliert, dass keine Gemeinde, die ihn hat, mehr darauf verzichten möchte.“

Auch die Weiterentwicklung der Linie 220, so wie es der stellvertretende ZVBN-Geschäftsführer Reiner Bick angekündigt hat, begrüßt der Vereinsvorstand: „Es ist gut, wenn sich die Linie weiter etabliert. Wir könnten die 220 auch gar nicht mehr selbst betreiben, weil uns die personellen Kapazitäten dafür fehlen würden.“ Kontakte zum neuen Betreiber habe es noch keine gegeben: „Wir warten gespannt, wann wir die neuen Verantwortlichen kennenlernen dürfen“, meint Kuhlmann.

Deshalb habe es auch keinen Grund gegeben, zum Fahrplanwechsel etwas zu verändern – weder am Fahrplan noch an der Linienführung. „Mit unseren Möglichkeiten haben wir das Optimum erreicht“, sagt Kuhlmann. Mit rund 2000 Fahrgästen monatlich würden auch die etablierten Linien 221 und 222, die zwischen Rethorn und Delmenhorst pendeln, „sehr stabil“ laufen.

Die Besetzung des Fahrerteams bleibt beim Bürgerbus Ganderkesee derweil ein durchgehendes Thema. „Wir haben nie zu viele Fahrer, eher immer knapp zu wenig“, sagt Kuhlmann. Von der Zielzahl 40, die der Vorstand als Optimum ausgegeben hat, sei man jedenfalls immer knapp entfernt.

Vorstand bereitet Wechsel vor

Nachdem die langjährige Bürgerbus-Doppelspitze um Hanna Otter-Sandstedt und Rolf Kuhlmann im vergangenen Jahr aus verschiedenen Gründen mit dem Ansinnen gescheitert ist, ihre Ämter zur Verfügung zu stellen, sei man jetzt dabei, den Wechsel der Verantwortlichkeiten einzuleiten. „Das müssen wir 2018 weiter vorantreiben, dass wir den Wechsel bei der Jahreshauptversammlung Anfang 2019 vollziehen können“, skizziert Kuhlmann den Zeitplan. In diesem Zusammenhang sollen die Aufgaben und Verantwortlichkeiten völlig neu verteilt werden: Nicht jeder, der eine Aufgabe übernimmt, müsse dabei zwangsläufig dem Vorstand angehören. Aber auch darüber hinaus streben die Verantwortlichen an, den Beirat des Vereins zu vergrößern und so den Pool an Funktionsträgern zu vergrößern. Der engere Vorstand, dem außer Hanna Otter-Sandstedt und Rolf Kuhlmann auch noch Günter Prüß angehört, werde dreiköpfig bleiben.

In der vergangenen Woche hat der Bürgerbusverein Ganderkesee seine Fahrzeuge bei einem Bürgerbus-Treffen im nordrhein-westfälischen Herdecke präsentiert. „In Nordrhein-Westfalen gibt es kaum barrierefreie Bürgerbusse, und der Tag hat uns gezeigt, dass wir wirklich über optimale Fahrzeuge verfügen, die selbst auf steilen und engen Straßen gut durchkommen“, berichtet Kuhlmann. Die neueste Genereation der Busse sei noch einmal rund 100 Kilogramm leichter und würde mehr Zuladung gestatten, sodass das zulässige Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen nicht so schnell erreicht werde. Ein wesentlicher Aspekt des Treffens sei gewesen, die in Ganderkesee gesammelten Erfahrungen an interessierte Vereine in Nordrhein-Westfalen weiterzugeben.

Bürgerbus: Freude über neues Fahrzeug

Weser-Kurier online 8.2.2017

von Jochen Brünner

Bild Ingo Moellers

Noch ist er jungfräulich weiß und werbefrei: Der Bürgerbusverein Ganderkesee hat am Dienstag offiziell ein neues Fahrzeug in Betrieb genommen, das vor allem auf den Linien 221 und 222 (zwischen Rethorn und Delmenhorst) zum Einsatz kommen soll. Erneut handelt es sich um ein Fahrzeug der österreichischen Konstruktionsfirma Kutsenits: „Die Antriebsnase ist von VW, der Rest Eigenbau der Firma“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende Rolf Kuhlmann. 95 000 Euro hat der neue Bus gekostet, von denen die Landesnahverkehrsgesellschaft 65 000 Euro und der VBN-Zweckverband 20 000 Euro trägt. Die restlichen 10 000 Euro hat der Verein aus dem Verkauf eines alten Busses erlöst. Der neue Bus war nötig geworden, weil das Fahrzeug, das als Ersatz in der Garage bleibt, fünf Jahre alt war und 350 000 Kilometer auf dem Buckel hatte.

Mit dem Start der Linie 223 sind die Verantwortlichen unterdessen erst einmal zufrieden. Im Januar wurden auf der Strecke zwischen Rethorn, Ganderkesee, Delmenhorst und Bookholzberg 345 Fahrgäste gezählt. „Wir befinden uns aber noch im Anfangsstadium, die letzten Haltestellen sind ja jetzt gerade erst eingerichtet worden“, sagte die Vereinsvorsitzende Hanna Otter-Sandstedt. Es gehe auch weniger darum, mit Zahlen zu punkten, als darum, das Angebot vorzuhalten.

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