WK 14.Dez.2013

Linie 220 startet erste Fahrt früher 


Fahrplanänderung beim Bürgerbus

Von FR

Die Fahrt um 7.57 ab Ganderkesee nach Falkenburg und um 8.04 von Falkenburg nach Ganderkesee sei künftig „nicht mehr durchführbar“. Der Bürgerbus würde in das Zeitfenster des Schulbusses von Falkenburg über Bergedorf nach Ganderkesee hineinfahren und damit in Konkurrenz mit dem Schulbus stehen. Der Bürgerbus, der acht Plätze umfasst, kann und soll aber keine Schülerverkehre aufnehmen. Der Bus wird morgens 15 Minuten in Ganderkesee am Bahnhof warten und dann seinen normalen Fahrplan fortsetzen. Diese Regelung gilt nur für die erste Fahrt um 8.00 Uhr.

Eine kleine Straffung ergibt sich aus dem Wegfall der Haltestelle „Königsberger Weg“. Es gab fast keine Einstiege. So muss der Bus auch nicht mehr durch die Wohnstraße „Am Gerichtsfelde“ fahren. Dort hatte es Beschwerden von Anwohnern gegeben. – Die Linien 221 und 222 bleiben weiterhin unverändert.

 

 

NWZ 02.12.2013

 

Nach der Arbeit eine Rundfahrt

Bookhorn

Auch Nachbarn hatten beim Bau mitgeholfen. Der Bürgerbusverein unterstützte die Feier.


Nach der Arbeit eine Rundfahrt

Dorfgemeinschaft weiht Bushäuschen ein – Ehrgeiziges Ziel für 2014

Auch Nachbarn hatten beim Bau mitgeholfen. Der Bürgerbusverein unterstützte die Feier.

Karsten Kolloge


Bookhorn

„Erst die Arbeit, dann die Feier“, heißt es bei vielen Bauvorhaben. Die Dorfgemeinschaft Bookhorn ging etwas anders vor: „Erst die Arbeit, dann die Fahrt“, hieß es dort. Nachdem man im Sommer viele Stunden in den Bau eines neuen Buswartehäuschens an der B 212 investiert hatte, wurde bei der Einweihung am Sonnabend mit Hilfe des Bürgerbus-Vereins zur Rundtour durch den Hackkamp eingeladen.

Für den neun Jahre alten Verein Dorfgemeinschaft Bookhorn sei der Neubau das bislang größte Bauvorhaben gewesen, erklärte Vorsitzender Carsten Busch bei der Feierstunde. Die Vorstands- und Beiratsmitglieder Günther Niehaus, Werner Bollhagen, Sabine Busch, Fred Timmermann, Siegfried Biermann, Carsten Busch sowie Hergen Drieling hatten mit Hand angelegt, ferner die Nachbarn Friedhelm Müller und Herbert Schenk. Ausdrücklich dankte Busch der Gemeinde für deren Unterstützung insbesondere bei der Finanzierung der Materialkosten.

Als nächstes größeres Projekt streben die Bookhorner im zehnten Jahr des Vereinsbestehens (2014) ein Dorfgemeinschaftshaus an. Hier biete sich eine Mitnutzung der alten Schule an, sagte die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Zießler, die die Grüße der Gemeinde überbracht hatte. Weil die Rettungswache aus dem Gebäude ausziehe, sei es sinnvoll, sich wegen der künftigen Nutzung von Räumen zeitnah zusammenzusetzen.

Hanna Otter-Sandstedt und Rolf Kuhlmann informierten über den Bürgerbus, bevor Bürgerbus-Fahrer Reinhard Tönjes zur Rundtour bat. Die Feier klang aus mit einem Imbiss mit Essen und, wie Busch es formulierte, „gebietsüblichen Getränken“.

Landfrauen würdigen Ehrenamtliches Engagement

NWZ 10 Oktober 2013

Gleich zwei Gruppen von ehrenamtlich engagierten Menschen profitieren von dem – ebenfalls ehrenamtlichen – Einsatz der Ganderkeseer Landfrauen beim Bauernmarkt: Jeweils einen Spendenscheck über 1000 Euro überreichten am Mittwochabend in Rethorn Landfrauen-Vorsitzende Meike Ahlers (vorne, von links) an Hanna Otter-Sandstedt vom Bürgerbusverein Ganderkesee sowie Karin Neuhaus (vorne, von rechts) aus dem Vorstand der Landfrauen an Elisabeth Westphal, die den Scheck stellvertretend für die 40 Lesepaten der Gemeinde entgegennahm. Die Spende stammt aus dem Überschuss des Landfrauencafés beim jüngsten und vorerst letzten Bauernmarkt und konnte durch einen Restbetrag aus einer ähnlichen Aktion bei der Eröffnung des Ganderkeseer Raiffeisen-Markts aufgestockt werden. Investiert werden soll das Geld beim Bürgerbusverein in ein Dankeschön an das – derzeit sehr strapazierte – Fahrerteam und bei den Lesepaten in eine Fortbildung.

DK vom 11.Oktober 2013


Spende der Ganderkeseer Landfrauen an den Bürgerbus
Landfrauenspende.pdf
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Bürgerbus streicht Tandem DK vom 27.September 2013
Bürgerbus streicht Tandem.pdf
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WK 25. September 2013

Auch im Bürgerbus wird platt gesnackt

Von Marco Julius

 „Mit use Kunnen snackt wie platt“: Dieses Motto prangt in Form eines Aufklebers seit gestern auch an den Bussen des Bürgerbus-Vereins Ganderkesee. Die Plattdeutschbeauftragten Angela Hillen (Landkreis Oldenburg) und Dirk Wieting (Gemeinde Ganderkesee) haben den Europäischen Tag der Sprachen, der morgen gefeiert wird, zum Anlass genommen, um dem Bürgerbus-Verein und dem Bekleidungsgeschäft Cactus, Ring 3, das Prädikat „Wi snackt ok Platt!“ auszustellen. „Wi snackt ok Platt!“ ist eine Initiative der Oldenburgischen Landschaft und der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer. Das Ziel ist klar umrissen: Plattdeutsch im Geschäftsleben fördern und Ideen zur Optimierung des Kundenkontakts „op Platt“ liefern. Durch Flyer, Aufsteller und Aufkleber können Firmen und Unternehmen signalisieren, dass mit Kunden auch plattdeutsch geredet werden kann.


Der Plattdeutschbeauftragte Dirk Wieting hat gestern das Prädikat „Wi snackt ok Platt!“ an Hanna Otter-Sandstedt, Vorsitzende des Vereins Bürgerbus Ganderkesee, überreicht. FOTO: INGO MÖLLERS

Hanna Otter-Sandstedt, Vorsitzende des Vereins Bürgerbus, freut sich, dass in den Bussen nun darauf hingewiesen wird, dass die Fahrer platt snacken. Gut die Hälfte der über 30 Fahrer könne Plattdeutsch sprechen, noch mehr es zumindest verstehen. „Und unsere Fahrer kommen aus einer Generation, in der Platt noch in den Familien gesprochen wurde. Wir mussten das nicht in der Schule lernen“, sagt sie. „Kiek mal wedder in“, so könnten Fahrer künftig Fahrgäste verabschieden. Plattdeutsch könne eine besondere Nähe zwischen den Menschen schaffen, ist sich Otter-Sandstedt sicher. Für Angela Hillen ist die Aktion auch deshalb wichtig, weil sie zum Platt animiere, weil sie Mut mache, die Sprache der Heimat zu sprechen und lebendig zu halten.

Vor dem Bürgerbus und dem Bekleidungsgeschäft Cactus sind folgende Unternehmen und Einrichtungen in der Ganter-Gemeinde mit dem Prädikat ausgezeichnet worden: die Baumschule Gillerke in Neuenland, Forellen-Abel in Habbrügge, Optiker Rose in Bookholzberg, das Schuhhaus Denker im Ortskern, das Textilgeschäft Georg Tönnies sowie die Gemeindeverwaltung selbst. Unternehmen, die sich für das Prädikat „Wi snackt ok Plattt!“ interessieren, können sich direkt an den Plattdeutschbeauftragten Wieting wenden. Er ist unter 04222/3970 oder per E-Mail an dirk-wieting@t-online.de zu erreichen.

Der Europäische Tag der Sprachen wird übrigens bereits seit 2001 in vielen Ländern Europas gefeiert. Bereits am 1. Januar 1999 trat die Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen in Kraft. Durch diesen völkerrechtlichen Vertrag genießt Plattdeutsch einen besonderen Schutz – als Bestandteil des kulturellen Erbes Europas. „Plattdeutsch wird als eine bodenständige, humorvolle und unverfälschte Sprache wahrgenommen und kann somit bestens im Kundenkontakt, aber auch zu Vermarktung eingesetzt werden“, sagt auch Meike Saalfeld von der Ganderkeseer Gemeindeverwaltung.

DK 25. September 2013

Plattsnacker finden im Bürgerbus Gehör

Sechs Geschäfte, die Gemeindeverwaltung und jetzt auch die Bürgerbusse begrüßen die Kunden mit freundlichen Aufklebern mit „Wi snackt ok Platt“. Die Aktion der Oldenburgischen Landschaft soll die Kundenbindung fördern.Von Reiner Haase

Der Plattdeutsch-Beauftragte Dirk Wieting hat Hanna Otter-Sandstedt vom Bürgerbus-Verein gestern den Aufkleber „Wi snackt ok Platt“ überreicht. Die Hälfte der Fahrer spreche aktiv Platt, versichert Otter-Sandstedt, und die meisten anderen verstünden es zumindest.FOTO: Reiner Haase

Ganderkesee.

„Plattdeutsch baut Barrieren ab“, ist Hanna Otter-Sandstedt überzeugt. Die Vorsitzende des Ganderkeseer Bürgerbus-Vereins hat das nicht nur beim Klönschnack mit Angela Hillen, der Plattdeutsch-Beauftragten des Landkreises Oldenburg, am Rande des Falkenburger Schützenfestes erfahren, sondern nach der Probe aufs Exempel auch in ihrem Verein. „Ich bin überrascht, dass die Hälfte unserer Fahrer Platt spricht“, berichtet Otter-Sandstedt. „Die meisten anderen verstehen es“, ergänzt sie. Und: „Das Verhältnis sähe noch besser aus, wenn mancher die Angst vor Fehlern überwände.“

Ehrenamtliche Fahrer und Fahrerinnen der drei Ganderkeseer Bürgerbusse sind jedenfalls bereit, dem „Moin“ beim Einsteigen einen plattdeutschen Wortwechsel folgen zu lassen. „Die meisten unserer Fahrgäste sind älteren Semesters. Wenn wir mit ihnen Platt reden, fällt ihnen das Einsteigen leichter“, ist Otter-Sandstedt überzeugt. Für die Plattdeutsch-Beauftragte Hillen ist es auch bedeutsam, dass die wachsende Zahl der Plattdeutsch lernenden Schulkinder ermuntert wird, wenn sie die heimische Mundart in alltäglichen Situationen wie dem Busfahren erlebt.

Mit Dirk Wieting, dem Plattdeutsch-Beauftragten der Gemeinde, überreichte Hillen gestern, zwei Tage vor vor dem Europäischen Tag der Sprachen, Otter-Sandstedt Aufkleber der Oldenburgischen Landschaft für die Bürgerbusse. „Plattdeutsch fördert die Kundenbindung“, erklärte Meike Saalfeld, die die Aktion von Seiten der Gemeinde unterstützt. Nach den Bürgerbussen wurde gestern auch das Bekleidungsgeschäft „Cactus“ mit den Aufklebern ausgezeichnet. „Wie snackt ok Platt“ heißt es jetzt, wie auf der Homepage der Gemeinde verzeichnet, in acht Geschäften und Einrichtungen. Interessierte können sich an Dirk Wieting, Telefon (0 42 22) 39 70, wenden.

NWZ 25.September 2013

Plakette vom Plattdeutsch-TÜV

Bürgerbus und Modehaus „Cactus“ öffnen Plattsnackern die Türen

Zum europäischen Tag der Sprache wurden Bürgerbus und dem Geschäft „Cactus“ das Prädikat „Wi snackt ok Platt“ verliehen. Die Plakette tragen noch fünf weitere Betriebe in der Gemeinde.

von Lea Bernsmann

Platt vor Glück: Die Fahrer vom Bürgerbus samt Vorsitzender Hanna Otter-Sandstedt (rechts) freuten sich über die Auszeichnung der Gemeinde von Meike Saalfeld (links), Dirk Wieting (4. v. l.) und Angela Hillen (rechts daneben) – ebenso, wie Petra Meyer und Beate Bande vom Modehaus „Cactus".

Bild: Lea Bernsmann

Ganderkesee Wer „de Lüe avholen kummt, wo se steiht“, ist Busfahrer. Oder Plattsnacker. Manchmal auch beides. Das gilt zumindest für die rund 20 Frauen und Männer, die hinter dem Lenkrad des Bürgerbusses sitzen: Etwa die Hälfte des vierzigköpfigen Fahrerteams nämlich beherrscht die niederdeutsche Sprache. Und dafür erhielt ihr Einsatzfahrzeug am Dienstagnachmittag eine Plakette – vom Plattdeutsch-TÜV. Sozusagen.

Die Auszeichnung „Wi snackt ok Platt“ wurde dem Bürgerbus-Verein von der Plattdeutschbeauftragten des Landkreises, Angela Hillen, und Dirk Wieting, Beauftragter der Gemeinde, überreicht. Einen weiteren Aufkleber gab es für das Modegeschäft „Cactus“, wo die Mitarbeiterinnen ihre Kunden auch gerne mal „op Platt“ beraten. „Dat geiht lütscher“, sagt Angela Hillen, die zufällig bei einer Shoppingtour mitbekommen hatte, wie zwischen Umkleidekabine und Kasse niederdeutsche Wortfetzen die neuen Outfits komplettierten und die Besitzer animierte, sich offiziell als zweisprachiges Geschäft auszeichnen zu lassen.

Nicht nur Inhaber, auch Mitarbeiterinnen snacken hier gerne mit ihren Kunden. Manchmal wird dabei nicht lang um den heißen Brei geredet: „Eine Dame hat mich auf Platt gefragt, ob wir auch Größe 48 haben – ich habe ihr erklärt, dass bei 46 Schluss ist – sie hat’s verstanden, die anderen Leute im Laden nicht“, sagt Petra Meyer, die fließend Plattdeutsch spricht. Genau wie ihre Kollegin Beate Bande. Gesnackt wird meist mit den Müttern oder betagteren Kunden. Die jüngere Generation ist mit Hochdeutsch aufgewachsen.

Die Sorge vor dem allmählichen Aussterben der Regionalsprache ist einer der Gründe, weshalb Plattdeutsch seit 1999 zum kulturellen Erbe Europas gehört. Spätestens seitdem widmen sich viele Initiativen ihrem Erhalt. Und Platt – sei es in Literatur, Popmusik oder jungem Theater – kommt immer mehr in Mode.

Nicht zu vergessen sind dabei all jene Menschen, denen das Snacken in die Wiege gelegt wurde: „Gerade ältere Leute scheuen sich weniger, bei uns einzusteigen, wenn wir sie auf Platt ansprechen“, sagt Hanna Otter-Sandstedt. Die Vorsitzende des Bürgerbus-Vereins freute sich besonders, als Dirk Wieting den „ausgezeichneten“ Aufkleber neben die Schiebetür pappte. „Wunnerbor“, schwärmten beide im Duett.

Die Plattdeutsch sprechenden Bürger der „Gemeen Gannerseer“ können übrigens in fünf weiteren Geschäften snacken, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Und auch im Rathaus wird „wenigstens Niederdeutsch verstanden“, versichert Meike Saalfeld von der Gemeinde. „Verstaan, aber nich snacken“, fasst Hanna Otter-Sandstedt zusammen, die längst weiß, wie weit jemand kommt, der die Leute da abholt, wo sie stehen.

NWZ  06.09.2013
Bürgerbus

Höherer Zuschuss erwünscht

Vorsitzende Otter-Sandstedt weist auf ständig gestiegene Kosten hin

Vollauf zufrieden sind die Verantwortlichen mit den Fahrgast-Zahlen. Die Linie 220 durch Ganderkesee habe sich etabliert.
Stefan Idel

Ganderkesee Der Verein Bürgerbus Ganderkesee ist nach den Worten ihrer Vorsitzenden Hanna Otter-Sandstedt mit den Fahrgast-Zahlen vollauf zufrieden. Allerdings laufen dem Verein die Kosten davon. Mit dem Ziel, einen höheren Zuschuss von der Gemeinde zu erhalten, wollen die Verantwortlichen des Vereins noch vor den Haushaltsberatungen mit den Ratsfraktionen sprechen.

Im vergangenen Jahr hat der Bürgerbus 29 000 Fahrgäste befördert, wie Otter-Sandstadt am Mittwochabend im Ausschuss für Straßen und Verkehr berichtete. Derzeit gäbe es zwar ein „Sommerloch“, aber allein für den Januar war der Ticket-Verkauf „so hoch wie noch nie“. Auch die Linie 220 (Rethorn-Bookholzberg-Ganderkesee-Bergedorf) habe sich mit 7800 Fahrgästen „gut etabliert“. Um das Angebot zu optimieren, sei mittelfristig geplant, auf dieser Linie auch einen frühen Start anzubieten. „Diese klitzekleine Erweiterung wäre noch zu schaffen“, so Otter-Sandstedt, aber keinesfalls ein Ein-Stunden-Takt. Insgesamt fahren die Busse 120 000 Kilometer pro Jahr.

Einnahmen von rund 57 000 Euro – davon 21 000 Euro von der Gemeinde Ganderkesee – stehen jährliche Ausgaben von 66 000 Euro gegenüber, berichtete die Vereinsvorsitzende. Im vergangenen Jahr habe der Verein mit dem Bau des Bus-Depots für rund 28 000 Euro einen großen finanziellen Kraftakt gemeistert. Zudem seien viele Reparaturen an den Fahrzeugen angefallen. Daher sei derzeit das Konto im Minus.

Der Bürgerbus-Verein benötige dringend einen Raum für sein Archiv, das derzeit in Privatwohnungen lagere. Auch für Fahrertreffen könnte der Raum genutzt werden. Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas sagte, die alte Schule Bookhorn könnte nach dem Auszug des DRK „eine Option“ sein. Sie schloss nicht aus, dass im Zuge des Krippenbaus in Rethorn an anderer Stelle Platz frei werde.

Sprecher aller Fraktionen würdigten das ehrenamtliche Engagement des Vorstandsteams und der 40 Fahrerinnen und Fahrer. „Sie leisten Großartiges“, betonte Christel Zießler (SPD). Arnold Hansen (Freie Wähler) meinte, der Bürgerbus gehöre im ländlichen Raum zur „Daseinsvorsorge“. Seine Fraktion werde bei den weiteren Gesprächen aufmerksam zuhören.

Seit dem Start des Bürgerbusses im Jahr 2005 sei der Gemeinde-Zuschuss von 21 000 Euro nicht angehoben worden. Die Treibstoffpreise und andere Kosten seien seitdem aber drastisch gestiegen, wies Otter-Sandstedt nochmals auf die Notwendigkeit der Unterstützung hin. „Ohne Zuschüsse würden wir es nicht schaffen!“

Weser-Kurier 06.09.2013

Rund 29 000 Fahrgäste nehmen pro Jahr das Angebot des Bürgerbusses in Anspruch. Dennoch ist der Verein aktuell knapp bei Kasse. Deshalb warb Vorsitzende Hanna Otter-Sandstedt jetzt dafür, dass die Gemeinde ihren jährlichen Zuschuss in Höhe von 21000 Euro erhöhen möge.

FOTO: INGO MÖLLERS

Der Bürgerbusverein Ganderkesee steckt in einer finanziellen Klemme. „Wir haben alle Rücklagen für den Bau neuer Garagen aufgebraucht. Und durch die vielen Reparaturen in der vergangenen Zeit haben wir aktuell ein Minus auf dem Konto“, berichtete Hanna Otter-Sandstedt, Vorsitzende des Bürgerbusvereins, am Mittwoch den Mitgliedern des Ausschusses für Straßen und Verkehr. Wenn man die Zuschüsse des Landkreises und der Gemeinde sowie die Einnahmen aus den Fahrkarten und von Sponsoren den tatsächlichen Kosten von rund 75000 Euro gegenüberstelle, ergebe sich eine jährliche Unterdeckung von 9000 Euro. Deshalb warb Otter-Sandstedt bei den Politikern dafür, den jährlichen Zuschuss der Gemeinde, der seit 2005 unverändert 21000 Euro beträgt, anzuheben.

In der Sitzung wurden zwar noch keine konkreten Zahlen genannt, doch könnte der Vorstoß durchaus auf offene Ohren stoßen. Vertreter sämtlicher Fraktionen lobten die ehrenamtliche Arbeit des Bürgerbus-Vereins als „beeindruckende Leistung“ (Heinz-Peter Häger), die gar nicht hoch genug zu bewerten sei. Der Bürgerbus hat im vergangenen Jahr rund 29000 Fahrgäste befördert und dabei etwa 120000 Kilometer zurückgelegt.

Als weitere Erweiterung könnte sich Otter-Sandstedt vorstellen, die Linie 220, die von Rethorn über Bookholzberg nach Ganderkesee und weiter nach Bergedorf und Falkenburg fährt, täglich bereits ab 6.50 Uhr zu bedienen. Ferner wünschen sich die Verantwortlichen einen Raum – etwa für Vorstandssitzungen oder Schulungen. Hier stellte Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas als mögliche Optionen einen Raum in der Alten Schule in Bookhorn oder im Rethorner Kindergarten in Aussicht.

14.08.2013

Ganderkeseer Bürgerbus startet trotz konstant hoher Fahrgastzahlen mit Sorgen in die zweite Jahreshälfte - 05.07.2013

Fahrer und Mechaniker dringend gesucht

Von Jochen Brünner
 
 
Rolf Kuhlmann und Hanna Otter-Sandstedt vom Bürgerbusverein Ganderkesee suchen dringend neue Fahrer, um den Dienstplan a
Rolf Kuhlmann und Hanna Otter-Sandstedt vom Bürgerbusverein Ganderkesee suchen dringend neue Fahrer, um den Dienstplan auch in Zukunft entspannt gestalten zu können.

Ganderkesee. Fast 15500 Passagiere hat der Ganderkeseer Bürgerbus im ersten Halbjahr 2013 befördert. Setzt sich der Trend fort, könnte dieses Jahr erstmals die Marke von 30000 Fahrgästen geknackt werden. Das hat in der Region bislang nur der Bürgerbus Weyhe geschafft. Doch trotz der konstant hohen Nutzerzahlen plagen den Verein Sorgen: Es gibt zu wenige Fahrer. Und das fällt besonders im Sommer auf, wenn wegen der Urlaubszeit regelmäßig Engpässe im Dienstplan auftauchen.

"In diesem Jahr hat sich die Situation durch längere, krankheitsbedingte Ausfälle einiger Mitglieder noch zusätzlich verschärft", sagt Rolf Kuhlmann aus dem Vorstand des Bürgerbusvereins. Aber auch in den kommenden Monaten sei keine wirkliche Entlastung zu erwarten: Im Herbst würden einige Personenbeförderungsscheine auslaufen und die Inhaber aus Altersgründen keine Verlängerung anstreben. Zur Zeit überbrücken die Teammitglieder die Situation durch häufigeren Einsatz.

Der Bürgerbus sucht also dringend weitere ehrenamtliche Fahrerinnen und Fahrer. Der zeitliche Aufwand umfasst zwei halbe Tage Fahrdienst sowie ein zweistündiges Treffen im Monat. Die Vorbereitungen bis zum ersten Einsatz dauern etwa zwei bis drei Monate. Der Verein trägt von den Formalitäten über das Training bis hin zur Tarifschulung sämtliche Kosten.

Ein zweiter Komplex betrifft die Wartung der Fahrzeuge. "Der harte Einsatz der Busse an fünf Tagen in der Woche jeweils zwölf Stunden von Haltestelle zu Haltestelle verursacht immer wieder kleine Schäden und natürlich Verschleiß. Diese Mängel müssen durch regelmäßige Inspektionen und durch Rückmeldungen aus dem Fahrerteam festgestellt werden. Kleinere Sachen können manchmal selbst behoben werden, aber für größere, vor allem sicherheitsrelevante Schäden müssen die Fahrzeuge in die Werkstatt", skizziert Kuhlmann die Lage. Insbesondere in der jüngeren Vergangenheit habe eine Reihe von größeren Reparaturen viel Zeit und Geld gekostet. In der Zukunft möchte der Verein noch mehr Wert auf Prävention legen.

Deshalb suchen die Verantwortlichen zwei Personen, die sich mit einiger Sachkenntnis um die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge kümmern. Kuhlmann: "Zunächst gehen wir auch hier von einer ehrenamtlichen Tätigkeit aus. Wenn sich das Arbeitsvolumen als zu groß erweisen sollte, wollen wir über eine Vergütung beraten." Generell gebe es im "mittelständischen Unternehmen" Bürgerbus mit über 40 ehrenamtlichen Aktiven auch noch viele andere organisatorische Aufgaben zu erledigen. Auch in diesem Bereich ist jede helfende Hand willkommen.

"Dank des unermüdlichen Einsatzes in vielen ehrenamtlich geleisteten Stunden ist die Bedienung der Linien zuverlässig und gesichert", stellt Kuhlmann klar. Auch finanziell stehe der Verein auf einer soliden Basis: Fahrgeldeinnahmen, Zuschüsse von Kreis sowie Gemeinde und einige Sponsoren tragen das tägliche Geschäft.

Wer beim Bürgerbus mitmachen will, kann sich bei der Vorsitzenden Hanna Otter-Sandstedt unter Telefon 04223/8575, oder per E-Mail an hanna.heinz@ewetel.net melden.


StenumDie Zeit ist knapp, die Türen schließen sich nicht oder gehen gar nicht erst auf, die Schlüssel liegen nicht am gewohnten Platz oder der Tag beginnt in Hetze, weil der Wecker den Dienst quittiert hat –  Hanna Otter-Sandstedt hätte die Liste jener Widrigkeiten, denen ein Bürgerbus-Fahrer ausgesetzt ist, vermutlich noch um einige Positionen fortsetzen können.

Was die Vorsitzende des Vereins Bürgerbus Ganderkesee bei der gut besuchten Jahreshauptversammlung in Lüschens Bauerndiele am Donnerstagabend jedoch deutlich machen wollte, war folgendes: Die  Fahrer haben eine Menge Stress bei ihrer – immerhin ehrenamtlichen – Tätigkeit, was bei manch einem Ehrenamtlichen Gedanken ans Aufhören aufkommen lassen könnte. „Aus diesem Grund ist es wichtig, das Durchhaltevermögen zu belohnen“, hielt Hanna Otter-Sandstedt fest.

Zahlreiche gemeinsame Unternehmungen und Feiern wie Kohlfahrt, Osterfrühstück, Sommerfest und andere haben das 43 Frauen und Männer starke Fahrerteam in den vergangenen acht Jahren zu einer starken Gemeinschaft gemacht, die auch Krisen zu meistern weiß.

Das war  auch nötig, wie die Rückschau der Vereinsvorsitzenden auf das vorige Jahr deutlich machte. Zahlreiche und teils aufwendige Reparaturen an der aus zwei laufend eingesetzten Bussen und einem Ersatzfahrzeug bestehenden Flotte waren erforderlich. Auch finanziell hatte der Verein mit dem knapp 30 000 Euro teuren Bau eines neuen Bus-Depots einiges zu stemmen. Hanna Otter-Sandstedt zeigte sich optimistisch, dass das Kassendefizit von 5700 Euro im laufenden Jahr leicht wieder ausgeglichen werde, da keine großen Investitionen mehr anstünden. 

Doch die Zahlen zeugten auch 2012 wieder von einem lohnenden Engagement: 29 000 Fahrgäste hat der Bürgerbus laut Vorsitzendem Rolf Kuhlmann befördert und damit – wie Kuhlmann betonte – einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Kritische Stimmen gebe es freilich auch, räumte Kuhlmann ein. „Oft werden wir gefragt, ob sich der Betrieb denn überhaupt lohne.“ Das müsse man verneinen, so Kuhlmann, „aber dass es nur mit Zuschüssen  der öffentlichen Hand geht, gilt für den gesamten öffentlichen Personennahverkehr.“

Ganderkesees stellvertretende Bürgermeisterin Christel Zießler dankte dem Bürgerbusteam für sein Engagement. „Sie leisten hier Großartiges!“

Dafür, dass sein erfolgreiches Projekt auch künftig fortbestehen wird, möchte der Vorstand des Bürgerbusvereins nun die Weichen stellen. „Wir müssen uns unbedingt verjüngen und brauchen Personen, die den Verein ab 2015 weiterführen“, erklärte Hanna Otter-Sandstedt am Donnerstagabend. Sie selbst und Ehemann Heinz Otter, der als Fahrdienstleiter fungiert, würden dann definitiv für keine weitere Amtszeit kandidieren. Für die Nachfolge wünsche sie sich einen „Menschen des Tuns“, der auch bereit sei, zugunsten des Vereins andere Termine abzusagen, so die Vereinsvorsitzende. „Es macht wirklich viel Spaß und vermittelt das gute Gefühl, etwas geschafft zu haben“, machte sie potenziellen Nachfolgern Mut.

Vorerst wurde der bewährte Vorstand noch einmal einstimmig und im Block wiedergewählt. Den Vorsitz behalten Hanna Otter-Sandstedt, Rolf Kuhlmann und Jürgen Kolata, die Kasse führt Monika Beinker, Schriftführer bleibt Helmut Dehne, Fahrdienstleiter Heinz Otter und den Beirat bilden Gabriela Brand, Thomas Hermann und Günter Prüss.



2013-03-15

„BürgerBus“ immer beliebter

Mehr Fahrgäste und eine immer stärker frequentierte Linie 220: Der „BürgerBus“-Verein ist mit dem Vereinsjahr 2012 rundum zufrieden. 

Von Thorsten Konkel

Ganderkesee. Auf das in Fahrgastzahlen gemessen bislang  erfolgreichste Jahr in ihrer siebenjährigen Geschichte können die Mitglieder des Vereins „BürgerBus Ganderkesee“  zurückblicken. Genau 28.800  Passagiere haben die rund 40 Fahrer in ihren drei Bussen 2012 befördert . „So viele wie noch niemals zuvor“, berichtet der zweite Vorsitzende Rolf Kuhlmann von der Jahreshauptversammlung des Vereins. 

Besonders zur Steigerung der Beförderungszahlen trug dabei die Linie 220 bei.  7800 Fahrgäste nutzten die Verbindung, die an fünf Tagen in der Woche zwischen Rethorn/Bookholzberg/Ganderkesee/Steinkimmen/Bergedorf/Falkenburg/Ganderkesee/Bookholzberg und wieder Rethorn  im Zwei-Stunden-Rhythmus verkehrt.

„Wir sind insgesamt super zufrieden mit dem vergangenen Jahr, die Fahrgastzahlen steigen, die Busse sind gut in Schuss, es gibt genügend Fahrer und zum Jahresende wird auch die Kasse wieder ausgeglichen sein“, sagt Rolf Kuhlmann.

Denn der Bau der neuen Garagenanlage im vergangenen Jahr in Rethorn hat den Fahrbetrieb nicht nur erheblich erleichtert: Die rund 28.500 Euro teure Anlage am Birkenweg hat im vergangenen Jahr in die Vereinskasse ein beträchtliches Loch in Höhe von 5700 Euro gerissen. 

Als Beweis „für die Verlässlichkeit in der Beförderung“ sieht Kuhlmann den Umstand, dass trotz des zum Teil strengen Winters bislang keine Fahrten ausgefallen seien.

Auf Kontinuität haben auch die Mitglieder bei den turnusmäßigen Wahlen zum Vorstand gesetzt. Hanna Otter-Sandstedt bleibt Vorsitzende, Rolf Kuhlmann ist weiterhin zweiter Vorsitzender. Auch die übrigen Vorstandsmitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Der „BürgerBus Ganderkesee e.V.“  sucht dennoch dringend Menschen, die im Verein aktive Vorstandsaufgaben übernehmen möchten. „Wegen des fortgeschrittenen Lebensalters und aus privaten Gründen muss es ab 2015 Veränderungen im Vorstand geben“, kündigt Kuhlmann an. „Um diese Veränderungen vorbereiten zu können, suchen wir Personen, die ab diesem Jahr im Beirat mitarbeiten möchten“, sagt er.  Wer Interesse hat, kann sich unter der Telefonnummer (0 42 23) 85 75 an die Vereinsvorsitzende Hanna Otter-Sandstedt wenden.

 
Rolf Kuhlmann und Hanna Otter-Sandstedt vom Vorstand des Bürgerbusvereins freuen sich, dass immer mehr Menschen mit dem Bürgerbus fahren. Im vergangenen Jahr waren es 29000 Fahrgäste – ein neuer Rekord in der siebenjährigen Vereinsgeschichte.

Ganderkesee. Im November 2012 hat der Bürgerbusverein Ganderkesee eine neue Bestmarke in seiner Geschichte aufgestellt: 2751 Fahrgäste nutzten in diesem Monat das ehrenamtlich betriebene Nahverkehrsangebot – und Vereinsvorsitzende Hanna Otter-Sandstedt kann sich nicht erinnern, dass es je mehr gewesen wären. Aber nicht nur im November war der Andrang der Passagiere groß: Auch in seiner Jahresbilanz stellte der Bürgerbus mit rund 29000 Fahrgästen einen neuen Rekord in seiner siebenjährigen Vereinsgeschichte auf. Ein Jahr zuvor waren es noch etwa 27500 Fahrgäste.

"Die 29000 Passagiere fahren allerdings nicht gleichmäßig verteilt über alle Tage und Stunden", erklärte Rolf Kuhlmann aus dem Vorstand des Bürgerbus-Vereins. So liege die alltägliche Beförderungsleistung pro Fahrt zwischen null und 16 Fahrgästen (bei Tandemfahrten zwischen Rethorn und Delmenhorst), wobei sich unter dem Strich ein Durchschnitt von drei Fahrgästen pro Fahrt ergebe.

Verantwortlich für den jüngsten Fahrgast-Zuwachs ist nach Ansicht der Bürgerbus-Verantwortlichen vor allem die größere Akzeptanz der Linie 220, die mit der Route Rethorn – Bookholzberg – Ganderkesee – Steinkimmen – Bergedorf – Falkenburg – Ganderkesee –Bookholzberg – Rethorn eine große Fläche bedient. "Auf dieser Linie werden zunehmend Mehrfahrten-Tickets gekauft", berichtete Rolf Kuhlmann. "Das heißt, diese Fahrgäste streben an, durchaus häufiger mit dem Bus zu fahren."

Mit rund 8000 Fahrgästen liege die Linie 220 inzwischen fast gleichauf mit der Linie 221. Die am stärksten frequentierte Linie ist nach wie vor die Linie 222, die zwischen Rethorn und dem Delmenhorster Bahnhof verkehrt. Die Entwicklung hat der Bürgerbusverein nicht zuletzt durch ein stetig verbessertes Fahrtenangebot erreicht. Wurde die Linie anfangs nur an vier Vormittagen bedient, verkehrt der Bürgerbus inzwischen an fünf vollen Tagen im Zwei-Stunden-Rhythmus auf der entsprechenden Route.

"Nur durch Kontinuität gewinnen die Bürger Vertrauen in unser Mobilitätsangebot und planen damit", sagte Kuhlmann. Als Beweis "für die Ernsthaftigkeit unseres Tuns" sieht der Bürgerbus-Vorstand auch die Tatsache, dass trotz der teilweise harten Wintertage bislang keine Fahrt ausgefallen ist. Lediglich kleine Verspätungen seien nicht zu vermeiden gewesen.

Nach Auskunft des Zweckverbandes Verkehrsverbund Bremen-Niedersachsen(ZVBN) ist der Bürgerbus Ganderkesee gemeinsam mit dem Angebot in Weyhe der erfolgreichste unter 14 vergleichbaren Anbietern im VBN-Gebiet. Kuhlmann: "Unser Ziel ist es, Mobilität zu schenken. Das haben wir erreicht – und zwar mehr als erwartet."


2013-01-29

2013-01-29

Ohne Bus auf Tour: Die Fahrer des Bürgerbusvereins mit den Kohlkönigen Rolf Wöhl und Dagmar Neumann Bild: H. Schelling

Bürgerbus-Kohlfahrt

Den Bus, mit dem sie sonst regelmäßig in der Gemeinde unterwegs sind, ließen die Fahrerinnen und Fahrer des Bürgerbus-Vereins Ganderkesee am Sonntagmorgen stehen. Stattdessen nahmen sie einen kleinen Bollerwagen und gingen zu Fuß – auf Kohltour nämlich. Als Dankeschön für den ehrenamtlichen Einsatz wollte Vereins-Vorsitzende Hanna Otter-Sandstedt den Ausflug verstanden wissen. Schließlich liege es vor allem am Fahrerteam, „dass unser Projekt auch nach siebeneinhalb Jahren noch so gut funktioniert.“ Angeführt vom Kohlkönigspaar Dagmar Neumann und Rolf Wöhl machten sich 61 Teilnehmer – die Busfahrer und ihre Partner – in Rethorn auf den Weg nach Bookholzberg, wo im „Schwarzen Ross“ aufgetischt wurde.



2013-01-16

Ganderkeseer Bürgerbus steigert Fahrgastzahlen

Angebot wird durchschnittlich von mehr als 2500 Menschen pro Monat genutzt / Mobilitätsbedürfnis der Bürger wächst

Ganderkesee · BREMEN (CG). Der Ganderkeseer Bürgerbus ist weiter auf der Erfolgsspur: Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Bus, der von montags bis freitags die Linien 220, 221 und 222 bedient, 2012 ein sattes Fahrgastplus verbuchen. Stefan Bendrien vom Zweckverband Verkehrsverbund  Bremen-Niedersachsen (ZVBN), der sich in Bremen auf übergeordneter Ebene um die Bürgerbusse der Region kümmert, erklärt dazu: „2011 wurden von dem Ganderkeseer Bus rund 27.500 Menschen befördert, 2012 waren es zwischen 29.000 und 30.000.“ Ganz genau kann Bendrien die Zahlen noch nicht beziffern, da ihm noch die Dezember-Daten aus Ganderkesee fehlen. „Generell kann aber festgehalten werden, dass im vergangenen Jahr Monat für Monat zwischen 2500 und 2700 Menschen das Angebot des Ganderkeseer Bürgerbusses nutzten.“

Insgesamt sind im ZVBN 14 Bürgerbusse organisiert, und der Bus aus Ganderkesee belegt an den Fahrgastzahlen gemessen neben dem Bus aus Weyhe den ersten Platz.  Auch auf der gesamten VBN-Ebene konnten die Bürgerbusse  ihre Fahrgastzahlen ausbauen. Bendrien gibt das Plus mit 26,8 Prozent an. „2012 wurden in der Region rund 171.000 Menschen von Bürgerbussen befördert, und eine Sättigung ist noch lange nicht in Sicht.“ Als Hauptursache für das Wachstum benennt Bendrien den demografischen Wandel, der sich vor allem auf dem Land bemerkbar macht, wo der Altersdurchschnitt kontinuierlich ansteigt. „Ferner sind die Bürgerbusse in den Köpfen der Menschen immer besser verankert, was nicht zuletzt an einem guten Marketing liegt.“ Und schließlich steige das Bedürfnis nach Mobilität stetig an, so Bendrien.

Der Ganderkeseer Bürgerbus hatte seinen Betrieb erstmals 2005 aufgenommen und wird ausschließlich von ehrenamtlichen Mitarbeitern organisiert. Träger ist der BürgerBus Ganderkesee e.V. Aktuell sucht der Verein neue ehrenamtliche Fahrer, die zwischen Ganderkesee, den Nordteilen der Gemeinde und dem Bahnhof Delmenhorst den Fahrdienst übernehmen wollen.

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Aktuelles

Es gibt etwas neues!

Die Ganderkesee-App, jetzt mit dem neu eingerichteten BürgerBus-Auftritt. Dort sind ab sofort neben einigen Fotos auch der Gesamtstreckenplan und die Fahrpläne für die drei Strecken abrufbar.
Zu beziehen über den Appstore von Apple oder den Playstore von Google für die Androidgeräte. Die Ganderkesee-APP ist kostenlos.

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