2004-08-27 - Ganderkesee
Horst Becker vom Ortsverein Rethorn, Ännchen Schmädecke, die auf Linienbusse angewiesen ist, der designierte Fahrdienstleiter Heinz Otter und die Vereinsvorständler Dieter Hoolt und Hanna Otter-Sandstedt (v. l.) machen sich für das Bürgerbus-Konzept stark.  FOTO: Tammo Ernst

Bürgerbus greifbar nah

Nahverkehr Trägerverein benötigt nur noch die Förderzusage der Gemeinde

Wenn die Gemeinde sich jetzt schnell entscheidet, könnte ab Frühjahr 2005 ein Bürgerbus durch den Nordteil der Gemeinde nach Delmenhorst fahren. Vorgesehen ist ein Zwei-Stunden-Takt.
Ganderkesee/has - Voller Optimismus, aber auch unter Zeitdruck strebt der Bürgerbus-Verein dem Ziel entgegen, ab Frühjahr 2005 den Linienbus-Verkehr zwischen dem Nordteil der Gemeinde und Delmenhorst wiederzubeleben. Alle Vorbereitungen seien praktisch abgeschlossen, jetzt fehle nur noch das Ja der Gemeinde zur Beteiligung an den Kosten, berichtet die Vorsitzende Hanna Otter-Sandstedt. ,,Wenn Bürgernähe, dann jetzt", appelliert sie an die Ratsgremien, denn bis zum 1. Oktober muss ein Förderantrag einschließlich eines schlüssigen Finanzkonzepts beim Land eingereicht sein. Eine einmalige Chance, meint Otter-Sandstedt, denn es sei mehr als fraglich, ob die für dieses Jahr noch geltende Förder-Zusage des Landes für das nächste Jahr wiederholt wird.
Konkret geht es laut Bürgerbus-Konzept um vorab anfallende 102000 Euro Investitions- und Vorlaufkosten, von denen die Gemeinde 32500 Euro tragen soll, und eine Lücke bei den jährlichen Betriebskosten von rund 10000 Euro. Alle anderen Zuschüsse seien sicher, wenn die Gemeinde beschließe, die Einmal-Leistung zu bezahlen und den Betriebskosten-Zuschuss für fünf Jahre zu garantieren, erklärt Otter-Sandstedt. Dafür bekäme die Gemeinde einen in das VBN-System eingebetteten Linienbus-Verkehr, der von Montag bis Freitag von 6.48 Uhr bis 18.33 Uhr im Zwei-Stunden-Takt die Haltestellen zwischen Rethorn beziehungsweise Schierbrok und Delmenhorst bedienen würde. 20 ehrenamtliche Fahrer stehen laut Otter-Sandstedt in den Startlöchern.

2004-06-24 - Ganderkesee
Hanna Otter-Sandstedt und Rolf Kuhlmann wurden zu zweien der drei Vorsitzenden gewählt. FOTO: Andreas Nistler

Bürgerbus fährt an

Vereinsgründung Orientierung an erfolgreichen Modellen

35 Ganderkeseer gründeten am Dienstag den Bürgerbus-Verein. Jetzt kann über den ehrenamtlich betriebenen Busverkehr handfest verhandelt werden.
Stenum rh - Nach dreistündiger Beratung war es am Dienstagabend um 22.30 Uhr geschafft: Nach der Verabschiedung einer Satzung für den Verein ,,Bürgerbus Ganderkesee" durch 35 Gründungsmitglieder hatten sich in der konstituierenden Vereinssitzung in der Gaststätte Lüschen auch genügend Kandidaten für die Vorstandsposten gefunden. Zu gleichberechtigten Vorsitzenden wählten die Bürgerbus-Freunde Hanna Otter-Sandstedt, Rolf Kuhlmann und Konrad Horstmann.
Den Vereinssprechern kommt die Aufgabe zu, sich um eine rasche ehrenamtliche Aufnahme des Linienbusbetriebs zwischen dem Delmenhorster Bahnhof und den Ganderkeseer Ortsteilen Elmeloh, Stenum, Schierbrok und Rethorn sowie Hoykenkamp, Heide und Schönemoor zu bemühen. Dass das keine leichte Aufgabe sein wird, erläuterte Kuhlmann zu Beginn der Versammlung im Beisein von Bürgermeister Gerold Sprung nochmals anhand des erheblichen Finanzierungsbedarfs. Um ein erstes Betriebsjahr finanzieren zu können, benötige der Verein ein Einstiegskapital von 130 000 Euro. ,,Noch haben wir die erforderlichen Summen nicht zusammen", stellte Kuhlmann klar. So werde die Sponsorensuche in den nächsten Wochen zu den wichtigen Aufgaben der Verantwortlichen gehören. ,,Ohne einen funktionierenden Verein konnten wir bisher keine verbindlichen Vereinbarungen treffen", unterstrich er die Bedeutung der Gründung für die Bürgerbus-Idee.
Neben den drei Vorsitzenden gehören der Kassenführer Dieter Hoolt sowie der Leiter des Fahrbetriebs, Heinz Otter, dem geschäftsführenden Vereinsvorstand an. Zur Schriftführerin wurde Christa Düßmann und zu Beisitzern Monika Grote, Thomas Schlüter und Peter Klepp gewählt.
Bei der Formulierung ihrer intensiv diskutierten Satzung orientierten sich die Ganderkeseer Bürgerbus-Freunde stark an den Vorgaben der ,,Erfolgsmodelle" Loccum und Weyhe, so Kuhlmann. Eine informelle Vorprüfung beim Amtsgericht Delmenhorst habe bereits stattgefunden. Daher hege er die Hoffnung, dass seitens des Vereinsgerichts keine größeren Änderungswünsche erfolgten. Ohne den Status ,,eingetragener Verein" jedenfalls wolle man den Linienbetrieb nicht beginnen.
Die Versammlung verständigte sich nach einigem Hin und Her auf die Festlegung, dass alle ehrenamtlichen Fahrer Mitglied des Vereins sein müssten. Auch einen Bonus auf den Vereinsbeitrag, der zunächst auf 25 Euro jährlich festgesetzt wurde, soll diese wichtige Gruppe nicht erhalten. ,,Wenn wir damit anfangen, müssten wir jede ehrenamtliche Tätigkeit in irgend einer Form honorieren", warnte Kuhlmann. Eindeutig klargestellt wird in der Satzung, dass die Aktivisten von einer persönlichen Haftung ausgenommen sind.
Mit seinen Vorstandskollegen wird Kuhlmann nun die Verhandlungen mit der Delbus, dem Verkehrsverbund Bremen-Niedersachsen sowie allen potenziellen Geldgebern aufnehmen. Ein wichtiger Schritt zur Realisierung des Bürgerbusses in Ganderkesee ist damit getan. Dass die Hauptarbeit erst jetzt beginne, wüssten die Vorstandsmitglieder genau, kommentierte Hanna Otter-Sandstedt ihre Wahl.

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