29.01.2012

2012-01-04
Bürgerbus-Verein sucht ehrenamtliche Fahrer
Der Verein braucht Freiwillige für je zwei halbe Tage im Monat. Ein Pkw-Führerschein genügt, den Rest der Kosten übernimmt der Bürgerbus.
Von britta buntemeyer
ganderkesee.An vier Tagen in der Woche befördert der Bürgerbus Ganderkesee Fahrgäste im Gemeindegebiet. Das ist nur möglich durch den Einsatz von ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern, an denen es dem Verein momentan allerdings mangelt.
„Wir suchen Fahrer für jeweils zwei halbe Tage im Monat. Einige unserer Fahrer sind aufgrund von Krankheit oder eines Jobs ausgeschieden“, erklärt Hanna Otter-Sandstedt, Vorsitzende des Bürgerbus-Vereins. Es sei besonders schwer, für die Frühschicht ab 7 Uhr Mitarbeiter zu finden. 38 ehrenamtliche Fahrer umfasst das Team des Bürgerbusses, von denen 30 einsetzbar sind. Eine Schicht dauert sechs Stunden. Da die Bürgerbusse als Pkws gelten, benötigt der Fahrer einen Pkw-Führerschein. Einen Personenbeförderungsschein bezahlt der Bürgerbus, ebenso bekommen die Fahrer eine Tarif- und Linienschulung, eine Schulung in Erster Hilfe und sind zudem über den Weser Ems Bus-Betrieb versichert. Außerdem müssen sie sich einem Gesundheitscheck unterziehen.
„Unsere Fahrer haben mittlerweile ein soziales, familiäres Netz gebildet und es ist eine tolle Gemeinschaft entstanden. Wir organisieren auch gemeinsame Veranstaltungen wie das monatliche Fahrertreffen“, so die Vereinsvorsitzende.
Bei Interesse an einer ehrenamtlichen Mitarbeit als Fahrer ist Hanna Otter-Sandstedt unter der Telefonnummer (0 42 23) 85 75 zu erreichen.
2011-12-06
Bürgerbus-Verein probt neue Streckenführung
Änderungen gelten ab 12. Dezember
GANDERKESEE (DUT). Von den neuen Fahrplänen, die ab Montag, 12. Dezember, im Öffentlichen Nahverkehr gelten, ist auch der Bürgerbus in der Gemeinde Ganderkesee betroffen.
Für die Linie 220 erprobt der Bürgerbus-Verein zudem eine neue Linienführung: Auf dem Weg von Falkenburg nach Ganderkesee fährt der Bus künftig von der Westtangente in die Birkenallee, danach geht es weiter durch den Stettiner Weg zum Habbrügger Weg und von dort weiter zum Bahnhof, teilte Rolf Kuhlmann mit. Der Rest der Strecke 220 bliebe gleich.
Auch an den Zeiten insbesondere an Anschlusspunkten ändere sich nichts. „Sehr kleine Zeitverschiebungen im Bereich von einzelnen Minuten zwischen einigen Haltestellen optimieren die Fahrten“, erläutert Kuhlmann. Diese Änderungen sollten mehr potenzielle Fahrgäste erreichen und die Fahrten sowohl für die Gäste als auch für die Fahrer „runder“ machen. Auf den Linien 222 und 221 gebe es nichts zu optimieren. Alle Haltestellen würden auch im neuen Fahrplanjahr zu denselben Zeiten angefahren.
„Wir hoffen, dass die neuen Fahrpläne bis zum 11. Dezember gedruckt sind und dann an allen gewohnten Stellen für unsere Fahrgäste ausliegen“, heißt es. Im Internet sollten die neuen Fahrplantabellen in jedem Fall zu finden sein. Die Adresse lautet www.bürgerbus-ganderkesee.de.
2011-09-18
Bürgerbus ist „kein Selbstläufer“
Nach dem Aus für den Huder Bürgerbus bekräftigt der Ganderkeseer Bürgerbusverein, dass er nicht von der Existenz bedroht sei. Das Angebot aufrecht zu erhalten, erfordere aber finanzielle Zuschüsse und ein hohes Maß an ehrenamtlichen Helfern. Von LARS LAUE
GANDERKESEE. „Auch unser Bürgerbus ist kein Selbstläufer, sondern es ist mit hohem Aufwand verbunden, das Projekt aufrecht zu erhalten und für die Zukunft zu sichern.“ Das hat Hanna Otter-Sandstedt als Vorsitzende des Ganderkeseer Bürgerbusvereins auf dk-Nachfrage bekräftigt, nachdem diese Woche das Aus für den Huder Bürgerbus besiegelt wurde (dk berichtete).
Als vorrangiges Problem bezeichnete Otter-Sandstedt, dass auch der Ganderkeseer Bürgerbus nicht über den Status der Gemeinnützigkeit verfüge. Voraussetzung hierfür sei, dass der Verein keine Gewinne erwirtschafte. „Wir müssen für Reparaturen und die Anschaffung neuer Fahrzeuge aber Rücklagen bilden“, betont Otter-Sandstedt. Dadurch, dass der Verein aber aus steuerlicher Sicht wie ein mittelständischer Betrieb behandelt werde und Körperschafts-, Umsatz- und Gewerbesteuer zahlen müsse, entstehe ein Ungleichgewicht. Schließlich funktioniere der Bürgerbus-Prinzip nur, weil es ein hohes Maß an ehrenamtlichem Engagement gebe. „Wenn wir unsere 40 ehrenamtlichen Fahrer bezahlen müssten, könnten wir unseren Betrieb einstellen“, spricht die Mitgründerin des Bürgerbusvereins Klartext.
Auch wenn das Ganderkeseer Modell dem in Hude ähnele, so sei der Ganderkeseer Bürgerbus in seiner Existenz nicht bedroht. Auf allen drei Linien, die Bookholzberg, Rethorn, Schierbrok und Heide mit Delmenhorst verbinden und innerhalb der Gemeinde von Ganderkesee-Ort aus Bergedorf, Falkenburg und Bookholzberg ansteuern, liegen die monatlichen Fahrgastzahlen laut Verein zwischen 2300 und 2500. Das reiche aber nicht mal, um den Kraftstoff zu finanzieren, weil viele Nutzer wie Senioren, Schüler und behinderte zu Sondertarifen mitfahren und zudem Abgaben an das Betriebsunternehmen Weser-Ems-Bus gezahlt werden müssten.
Eine finanzielle Grundsicherung über Zuschüsse durch die Gemeinde (jährlich 21.000 Euro), den Landkreis (12.000 Euro) sowie Sponsorengelder seien daher unabdingbar, um den Betrieb zu gewährleisten. Zudem sei es wichtig, den Fahrgästen Beständigkeit in den Fahrplänen zu bieten, was eine gute Organisation und „vollen Einsatz“ aller Aktiven verlange. „Wir werden alles dafür tun, die Mobilität unserer Bürger zu erhalten“, betont Otter-Sandstedt, die „immer auf der Suche nach ehrenamtlichen Fahrern“ ist. Interessierte können sich bei ihr unter (0 42 23) 85 75 melden.

2011-09-08
Banken unterstützen BürgerBus
3000 Euro aus „Gewinnsparen“ für neuen Stellplatz
schierbrok (konk). Mit je 1000 Euro aus den Zweckerträgen ihrer „Gewinnspar“-Produkte unterstützen die Raiffeisen-Volksbank Delmenhorst-Schierbrok sowie die Volksbanken Ganderkesee-Hude und Bookholzberg-Lemwerder den Ganderkeseer BügerBus-Verein.
„Das Geld verwenden wir für die Schaffung eines Stellplatzes in Rethorn für unseren dritten Bus“, kündigt Vereinsvorsitzende Hanna Otter-Sandstedt an.
Der BürgerBus bietet am Sonnabend, 1. Oktober, einen kostenlosen Fahrdienst zur Kreisbehindertenrats-wahl nach Wildeshausen. Anmeldungen vorab unter (0 42 22) 95 04 24.
Vorsitzende entkräftet Gerüchte
- 23.08.2011Otter-Sandstedt: Bürgerbus gesund
GANDERKESEE, 27. Juni 2011
Bürgerbus setzt auf ein erfolgreiches Konzept
Öpnv Schon 10 000 Fahrgäste auf der Linie 220 – Für Ausweitung werden noch Fahrer gesucht
Hanna Otter-Sandstedt überreichte der 17-jährigen Gymnasiastin Charlotte Sielaff die Tickets. BILD: Wolfgang Loest
Lo
Ganderkesee - Nur strahlende Gesichter: Die Fahrerinnen und Fahrer des Bürgervereins strahlten ebenso wie ihre Partner beziehungsweise Partnerinnen, weil die Vorsitzende Hanna Otter-Sandstedt sie
am Sonnabend zum alljährlichen Eisessen als Dankeschön für das ehrenamtliche Engagement ins Airfield-Hotel eingeladen hatte. Und die Vorsitzende strahlte, weil auf der Linie 220, die von Rethorn über
Ganderkesee nach Steinkimmen und zurück über Bergedorf und den Ganderkeseer Bahnhof wieder nach Rethorn führt, jetzt der 10 000. Fahrgast begrüßt werden konnte. Es handelt sich um Charlotte Sielaff
aus Bookholzberg. Die 17-Jährige strahlte ebenfalls, denn sie bekam einige Tickets, die sie künftig auf den Linien des Verkehrsverbundes nutzen kann. Das wird die Gymnasiastin wohl noch häufiger tun,
um nach Ganderkesee zum Unterricht zu kommen, wenn gerade kein Schulbus fährt. Da das Abitur schon nach zwölf Jahren abgelegt wird, ist sie zu jung für den Führerschein.
Der Linie 220, die früher vom Weser-Ems-Bus bedient worden war, sei nachgesagt worden, sie lohne sich nicht. „Unser langer Atem hat sich ausgezahlt. Die Nachfrage ist jetzt sehr groß“, resümierte die
Vorsitzende. Seit Dezember 2008 fuhr der Bürgerbus auf dieser Strecke montags, dienstags, donnerstags und freitags nur vormittags, seit Dezember 2009 ganztägig. Dass in der vergleichsweise kurzen
Zeit so viele Menschen dieses Angebot nutzen, sei nicht zu erwarten gewesen.
„Unsere Kunden würden es sehr begrüßen, wenn wir auch mittwochs fahren würden“, berichtete Hanna Otter-Sandstedt. Doch dafür fehlt derzeit die Personalreserve. Durch einige Erkrankungen ist der Pool
der ehrenamtlichen Bürgerbus-Fahrer auf 36 geschrumpft. „Fünf bis sechs Leute könnten wir noch gut gebrauchen“, sagte die Vorsitzende. Je mehr Schultern die Arbeit tragen, umso leichter werde sie.
Die Kosten der Ausbildung trägt der Verein.
2011-03-25
Dritter Bürgerbus lässt Stress vergessen
Vorstandsteam verstärkt und neue Fahrer gewonnen
Der Bürgerbusverein hat den Vorstand in der Jahreshauptversammlung komplettiert, verstärkt und verjüngt. Mit dem neuen Fahrzeug erhofft sich der Verein stressfreiere Arbeit.
Von Reiner Haase
Stenum. Das dritte Fahrzeug im Fuhrpark des Bürgerbusvereins Ganderkesee hat dem Vorstand und den ehrenamtlichen Fahrern viel Stress genommen. „Werkstattaufenthalt hier und da. Bedienungspflicht. Einsatz von Privatautos. Ärger in Versicherungsfragen. Das lassen wir jetzt hinter uns“, stellte die Vorsitzende Hanna Otter-Sandstedt in der Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend in Lüschens Bauerndiele fest. „Wir behalten den ersten Bus, um gewappnet zu sein, wenn irgend etwas passiert“, berichtete sie. Überdies könne das Angebot auf der Linie 222 (Bookholzberg-Ganderkesee) ab Sommer von drei auf fünf Tage ausgedehnt werden. Zu lösen ist allerdings noch das Problem, dass jetzt ein Stellplatz fehlt.
Bedeutsam ist für die Vorsitzende, dass die Fahrgastzahlen kontinuierlich steigen. Mit einem automatischen Zählgerät werde jetzt ermittelt, ob das Angebot auf den Linien nach Delmenhorst noch verbessert werden kann, kündigt Otter-Sandstedt an. Vor dem Fahrplanwechsel im Dezember werde sich aber nichts ändern. Erfreut ist sie, dass vier neue Fahrer das Team der Ehrenamtlichen verstärken. Aktuell hat der Verein 40 Fahrer.
Otter-Sandstedt und der zweite Vorsitzende Rolf Kuhlmann werden jetzt offiziell von Jürgen Kolata unterstützt. Für Dieter Hoolt, dem Otter-Sandstedt wie auch den drei ausgeschiedenen Beisitzern Stefan Bendrien, Peter Klepp und Volker Leverenz fürs Engagement dankte, führt jetzt Monika Beinker die Kasse, Rolf Dehne ist Schriftführer. Neue Beisitzer sind Günter Prüß, Thomas Herrmann und Gabriela Brand. „Wir haben jüngere und im Nahverkehr erfahrene Unterstützer gefunden. Das freut mich besonders“, sagte Otter-Sandstedt nach den Wahlen.
![]() |
|---|
| Hanna Otter-Sandstedt (rechts) vom Bürgerbus-Verein hat die Besucher des Wochenmarktes gestern über den neuen Bürgerbus informiert. Foto: Jan Eric Fiedler |
Mit dem ,,ZOB-Express" kommen Pendler pünktlich an
Ganderkeseer ,,BürgerBus"-Verein stellt neuen Bus auf dem Marktplatz vor
Ab Montag ist der Bürgerbus mit dem neuen Fahrzeug auf der Strecke nach Delmenhorst unterwegs. Eine neue Internetseite zeigt die Fahrpläne.
Von Jan Eric Fiedler
Delmenhorst. Ab Montag ist der Ganderkeseer Bürgerbus mit einem dritten Fahrzeug unterwegs. Um den neuen Bus, den Verein und den Fahrplan vorzustellen, hat der ,,BürgerBus"-Verein gestern den
Delmenhorster Wochenmarkt besucht.
Zahlreiche Marktbesucher betrachteten den neuen Bus, der baugleich mit dem Modell ist, das seit knapp zwei Jahren auf der Strecke nach Steinkimmen eingesetzt wird. Von dem neuen Bus profitieren vor
allem die Pendler, die auf dem Weg zum Delmenhorster Bahnhof sind: Bei der ersten Tour am Morgen fahren zwei der Busse als Tandem in Rethorn los. Sobald der erste Bus voll ist, fährt er als
,,ZOB-Express" direkt zum Bahnhof. ,,Viele Pendler bekommen so noch einen früheren Zug. Das hat sich herumgesprochen", berichtet Rolf Kuhlmann vom ,,BürgerBus"-Verein. So hat der Bürgerbus
mittlerweile viele Stammkunden unter den Pendlern.
38 ehrenamtliche Fahrer befördern mittlerweile die Kunden des Bürgerbusses. ,,Wir suchen weiterhin Fahrer", sagt Vereinsvorsitzende Hanna Otter-Sandstedt. Die Fahrer übernehmen zwei Mal im Monat eine
halbtägige Tour. ,,Ein normaler Führerschein reicht. Dazu muss ein Personenbeförderungsschein gemacht werden. Das ist wirklich einfach", erklärt Otter-Sandstedt.
Die Forderungen des Ganderkeseer Seniorenbeirats, auch das Klinikum Delmenhorst mit in den Fahrplan aufzunehmen, ist laut Kuhlmann und Otter-Sandtstedt derzeit nicht leistbar. ,,Wir sind an der
Grenze unserer Kapazitäten", sagt Otter Sandstedt. Wenn eine weitere Strecke hinzu kommt, muss eine andere wegfallen, sagt Kuhlmann. ,,Wir sind derzeit dabei, unsere Fahrpläne nach Möglichkeiten zur
Optimierung durchzusehen", sagt Kuhlmann.
Mit der Umstiegsmöglichkeit in Rethorn ist es möglich, von Heide bis nach Steinkimmen zu fahren. ,,Im Sommer kommt man natürlich auch zum Freibad nach Ganderkesee", sagt Kuhlmann.
Auf der Heckscheibe des neuen Busses weißt ein Aufkleber auf die Internetseite des Vereins hin. Hier sind die Fahrpläne der drei Bürgerbus-Linien zu sehen.
![]() |
|---|
| Die Bürgerbus-Vereinsvorsitzende Hanna Otter-Sandstedt (am Steuer) hat den Fahrern am Sonnabend das neue Bürgerbus-Fahrzeug vorgestellt. Foto: Reiner Haase |
Dritter Bürgerbus steht noch im Regen
Neues Fahrzeug zugelassen / Suche nach Platz für Unterstand läuft
Mit Unterstützung der Landesnahverkehrsgesellschaft und des Zweckverbands Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen ist ein dritter Bürgerbus angeschafft
worden. Er fährt ab Rosenmontag.
Von Reiner Haase
Rethorn. Am Rosenmontag will der Verein Bürgerbus Ganderkesee seine Angebote im öffentlichen Personennahverkehr mit einem neuen Kleinbus verbessern. Vorstandsmitglied Rolf Kuhlmann ist mit dem frisch
vom Band gerollten Kleinbus am Freitag bei der Zulassungsstelle gewesen. Der Bus hat VW-Technik, die Ausstattung ist speziell für Bürgerbusse zurechtgeschneidert.
Am Sonnabend hat Vorsitzende Hanna Otter-Sandstedt den ehrenamtlichen Fahrern das neue Fahrzeug vorgestellt. ,,Nichts klappert mehr", berichtete sie erfreut, denn der fünf Jahre alte Fiat-Bus sei
doch schon sehr in Anspruch genommen gewesen. Als Drittfahrzeug soll er in den Stoßzeiten als ,,Tandembus" auf den Linien nach und von Delmenhorst sowie als Reservefahrzeug bei Pannen an den beiden
VW-Kutsenits-Bussen eingesetzt werden.
Die Rethorner Baufirma Hagstedt hat auf ihrem Gelände Platz für zwei offene Fahrzeugunterstände zur Verfügung gestellt; für einen dritten reicht die Freifläche nicht. Deshalb spricht der Verein
zurzeit mit der Gemeinde und der benachbarten Metallbaufirma Haaken über die Möglichkeit, einen neuen Platz an der kleinen Waldfläche im Bereich Hohenkamp/Birkenweg zu schaffen. Der Gemeinde will der
Verein dafür anbieten, die Buslinien zwischen Bookholzberg und Ganderkesee, Ganderkesee und Bergedorf sowie Ganderkesee und Falkenburg an fünf statt an vier Tagen zu bedienen.
Fahrer gesucht
Der Bürgerbus-Verein Ganderkesee hat zurzeit 38 ehrenamtliche Fahrer. Weitere Unterstützer sind willkommen. Die Kosten für den Personenbeförderungsschein übernimmt der Verein. Kontakt unter Telefon
(0 42 23) 85 75 und (0 42 22) 7 02 03. has
,,BürgerBus"-Verein an seinen Kapazitätsgrenzen
Vorstand sieht keine Möglichkeit, Linie 220 bis Klinikum Delmenhorst zu verlängern
Neue Fahrer gesucht / Drei Bürgerbus-Linien
Der ,,BürgerBus"-Verein sucht neue Fahrer: Drei der momentan 38 Fahrer müssen aus Altersgründen mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit aufhören. Die Kosten für den Personenbeförderungsschein, den jeder
Fahrer haben muss, übernimmt der Verein. Wer Interesse hat, kann sich unter (0 42 23) 85 75 bei der Vorsitzenden Hanna Otter-Sandstedt melden. Alternativ können Interessierte unverbindlich zu einem
der Fahrertreffen kommen, die jeden letzten Mittwoch im Monat um 19.30 Uhr bei Lüschen in Stenum beginnen. Zwei halbe Tage im Monat sollte jeder Ehrenamtliche für den Verein den Bürgerbus fahren. Die
Schichten sind wahlweise von 6.30 bis 12.45 Uhr oder von 12.45 bis 19 Uhr. Der Bürgerbus verkehrt auf den Strecken Rethorn - Delmenhorst ZOB und zurück (Linie 222) und Schierbroker Mühlenweg -
Delmenhorst ZOB (Linie 221). Hinzu kommt die Linie 220. Mehr als 100 Mitglieder sind in dem Verein organisiert. Den Fahrplan gibt es auch im Internet. KB
Etliche Bürger haben sich an den Seniorenbeirat gewandt, damit dieser sich für eine günstige Anbindung zum Klinikum einsetzt. Derweil sucht der ,,BürgerBus"-Verein neue Fahrer.
Von Katja Butschbach
Ganderkesee. Eine vom Seniorenbeirat gewünschte Verlängerung der Bürgerbus-Linie 220 ist laut Hanna Otter-Sandstedt, Vorsitzende des ,,BürgerBus"-Vereins, nicht machbar: Man wisse um den Bedarf,
würde gerne flächendeckend den Bürgerbus einrichten - aber man sei an der Kapazitätsgrenze angelangt.
Der Seniorenbeirat hatte in den vergangenen Wochen eine nicht abreißende starke Nachfrage nach einer ,,kostengünstigen, öffentlichen Transportmöglichkeit von Ganderkesee in Richtung Klinikum
Delmenhorst-Deichhorst" verzeichnet. ,,Für viele Senioren ist es mühselig, für einen Krankenbesuch bei Familie oder Bekannten zum Klinikum Delmenhorst zu gelangen", erklärt Uwe Lisson, Vorsitzender
des Seniorenbeirats. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln müsse man zunächst in das Zentrum Delmenhorsts fahren, um dann von dort aus wieder an die Grenze zu Ganderkesee zu gelangen. Deshalb hatte sich
der Seniorenbeirat an den ehrenamtlich tätigen ,,BürgerBus"-Verein gewandt und um eine Verlängerung der Linie 220 gebeten, die zwischen Rethorn, Bookholzberg, Ganderkesee Freibad und Bergedorf
verkehrt. ,,Wir hatten auch Unterstützung durch eine Bedarfsanalyse zugesagt." Otter-Sandstedt: ,,So wie wir jetzt vertaktet sind, gibt es überhaupt keine Möglichkeit für eine Verlängerung der Linie
220. Denn das hätte die Konsequenz, dass wir woanders etwas abkappen müssten. Wir sind an fünf Tagen vertaktet." Zu der aktuellen Entwicklung sagt Lisson, dass er die Kapazitätsprobleme
nachvollziehen könne. ,,Wird sind froh, den Bürgerbus zu haben."
,,Sattes Plus" beim Bürgerbus
GANDERKESEE·BREMEN (LAU). Der gut ,,eingefahrene" und etablierte Bürgerbus in Ganderkesee erfreut sich besonders starker Nachfrage. Er hat im
zurückliegenden Jahr durchschnittlich rund 2400 Fahrgäste pro Monat befördert. Wie der Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (VBN) gestern weiter mitteilte, sind die VBN-Bürgerbusse weiter auf der
Überholspur unterwegs.
,,Wir konnten ein sattes Plus von 30,5 Prozent mehr Fahrgästen gegenüber dem Vorjahr vermelden. Die für 2011 angepeilte Marke von 100.000 Bürgerbusfahrgästen in einem Jahr wurde nun schon 2010
überschritten. 102.401 Fahrgäste belegen das ungebrochene Interesse, eine hohe Zufriedenheit mit dem Angebot und das große Bedürfnis nach Mobilität der Bevölkerung - gerade in vom öffentlichen
Personennahverkehr weniger gut bedienten ländlichen Räumen", betont Stefan Bendrien, beim VBN für den Bereich Planung und Qualität zuständig.
Im Laufe dieses Jahres werde es voraussichtlich auch in Wildeshausen ein Bürgerbus-Angebot geben. Der VBN unterstütze die Gründung von Bürgerbussen mit Mitteln aus seinem Förderfonds, die er nochmals
erhöht habe. Ab sofort können laut Bendrien bis zu 25.000 Euro bereitgestellt werden. Ein wesentliches Kriterium bei der Bewilligung sei die Anschaffung eines behindertengerechten
Fahrzeuges.

Bürgerbus fährt jetzt schon seit fünf Jahren
Eine rollende Erfolgsgeschichte
Von Florian Cordes
Ganderkesee. Als die Delbus im Dezember 2003 die beiden Buslinien 221 und 222 einstellte, hatten die Bürger der Gemeinde Ganderkesee ein Problem. Denn der öffentliche Nahverkehr war stark eingeschränkt. Einige Einwohner wollten jedoch nicht auf die Busse verzichten. Also musste etwas Neues her - ein Bürgerbus. Am 5. Oktober 2005 rollte der Bus erstmals über die Straßen in der Gemeinde. Bei Backenköhler in Stenum wird heute das fünfjährige Bestehen des Bürgerbusses gefeiert.
© Roland Scheitz
Bürgerbusse - wie hier in Ganderkesee- sind ein Erfolgsmodell.
Betrieben wird der Bürgerbus vom Bürgerbusverein Ganderkesee. Hanna Otter-Sandstedt, erste Vorsitzende des Vereins, kann sich noch gut daran erinnern, dass viel Planungszeit ins Land ging, bevor es zur Jungfernfahrt kam. 'Anfangs kam ein Bekannter von mir auf mich zu und machte den Vorschlag, ob wir nicht mit einem privaten Kleinbus die Menschen durch die Gemeinde fahren könnten. Das ging aus rechtlichen Gründen leider nicht', sagt Otter-Sandstedt. Also musste eine andere Lösung her.
Tipps aus Hude eingeholt
Da es in Hude bereits einen Bürgerbusverein gab, machte sie sich dort schlau, wie ein Bürgerbus betrieben werden kann. Otter-Sandstedt holte sich anschließend Rolf Kuhlmann mit ins Boot und im Juni 2004 in Ganderkesee wurde der Bürgerbusverein gegründet. 'Wir konnten nun endlich offiziell auftreten und die Bedienung der beiden Linien vorbereiten', erzählt Otter-Sandstedt. Noch im gleichen Jahr wurde das Projekt auch finanziell abgesichert. Unter anderem durch Fördermittel der Landesnahverkehrsgesellschaft. 'Viel wichtiger waren aber die Gelder der Sponsoren', meint die Vorsitzende des Bürgerbusvereins. Zu den Unterstützern des Vereins gehört neuerdings auch der WESER-KURIER. Dazu wurde gestern eines der beiden Fahrzeuge mit einem Werbebanner unserer Zeitung beklebt. 'Darüber haben wir uns sehr gefreut', sagt Otter-Sandstedt.
Als im September 2005 der gesetzlich notwendige Vertrag abgeschlossen wurde - der Verein hat als Vertragspartner das Unternehmen Weser-Ems-Bus gefunden - ging es einen Monat später endlich los und die unerwartete Erfolgsgeschichte nahm ihren Lauf.
'Allerdings mussten wir mit einem Leihbus starten. Im März 2006 bekamen wir aber unseren ersten eigenen Bus', erinnert sich Hanna Otter-Sandstedt. Der Busbetrieb war auf Anhieb bei der Bevölkerung beliebt. 'Teilweise mussten wir zwei Busse einsetzen, weil wir nicht alle Kunden mitnehmen konnten', sagt die erste Vorsitzende. Das Platzangebot in den Fahrzeugen ist nämlich sehr beschränkt - lediglich acht Menschen finden in den Niederflurbussen einen Platz.
Im Jahr 2006 durften die Fahrer - heute steuern 39 Ehrenamtliche die Busse durch die Gemeinde - 14274 Gäste begrüßen. Die Entwicklung verlief in den Folgejahren so rasant, wie es Otter-Sandstedt niemals gedacht hätte. 2009 hatte der Bürgerbus bereits fast doppelt so viele Fahrgäste - 23500. Diese Steigerung ist auch dadurch zu erklären, dass seit Dezember 2008 mit der Linie 220 noch eine dritte Strecke bedient wird. Außerdem wurde im Juli 2010 ein weiterer Bus angeschafft und das alte Fahrzeug, das seit Beginn des Betriebs benutzt wurde, ausrangiert.
'Pro Monat haben wir mittlerweile fast 2000 Kunden. Aber es hätte auch ganz anders kommen können', meint Otter-Sandstedt. Ohnehin sei der Betrieb ohne die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter nicht zu stemmen. 'Dass es so gut läuft, liegt einfach daran, dass alle so fleißig sind.'
Trotz des großen Erfolges der ersten fünf Jahre wollen Otter-Sandstedt und ihre Mitstreiter in Zukunft auf eine Erweiterung des Angebots verzichten. 'Wir sind eher daran interessiert unser Niveau zu halten. Mit der jetzigen Vorstandsspitze wird es keine weitere Linie geben', sagt sie.
Sie möchten Mitglied werden?
+49 (0)4223 8575
An jedem letzten Mittwoch im Monat
findet im Gasthof
"Lüschens Bauerndiele"
Dorfring 75
27777 Ganderkesee
um 19:30
ein Fahrertreffen statt.
Einfach einmal vorbeikommen.
Aktuelles
Der Bürgerbus sucht neue Fahrer.
Weitere Info in der Rubrik "Presse" auf der linken Seite
BürgerBus Ganderkesee e.V.



